20.04.2007 Aschaffenburg, Colos-Saal © Gerd Müller


Ein sehr persönlicher Konzertbericht mit einigen Fotos auf Gerds Musicpage.

Vor dem Konzert spielte Markus Rill ... (siehe zwei Fotos)

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Fotos © Manuela Beutgen



David, Manuela & Co.

Die komplette Setlist:

Deptfort Days
King Of Ashes
Steel Wheels
God's Mockingbird
Cinnamon Girls
Soul Kissing
Anna Tonight
All I Want Is You
Somebody Kind
Tomorrow
America
One Thing Leads To Another
Shine Shine Shine
Easy Street
The Heart Of It
Tougher Than The Rest (Bruce Springsteen Cover)
Tears Fall
Means Of Survival
Southside Tenements
Games People Play (Joe South Cover)

Konzertrückblick von "Sunset am Montag", Radio RheinWelle

David Knopfler Special

Sultans of Swing (wurde gespielt)

“Sultans of Swing”, der erste Hit der Dire Straits. Eine Band, die aus der Biographie von David Knopfler nicht wegzudenken ist und mit deren Vergleich er auch nach 25jähriger Solokarriere immer noch leben muss. Ein Grund dafür ist sicherlich die unglaubliche stimmliche Ähnlichkeit zu seinem Bruder Mark Knopfler, der als Frontman und Sänger der Dire Straits bekannt wurde. Aber auch David Knopfler gehört zu den Gründungsmitgliedern der Dire Straits, er spielte bis 1980 die Rhythmusgitarre, war also auch an „Sultans of Swing“ beteiligt. David Knopfler ist gerade auf Tour, am vorletzten Wochenende spielte er in Aschaffenburg und so klingt er heute:

Sophie´s Song (wurde gespielt)

„Sophie´s Song“, Musik aus dem aktuellen Album von David Knopfler. David Knopfler, das ist, man hört es ganz deutlich, der jüngere Bruder von Mark Knopfler und auch David gehört zu den Gründungsmitgliedern der Dire Straits. Im Jahr 1977 arbeitete David Knopfler als Sozialarbeiter in London und teilte sich eine Wohnung mit John Illsley. Kurz darauf stieß auch Bruder Mark zur WG und die drei begannen gemeinsam Musik zu machen und gründeten bald darauf die Dire Straits. Das erste Album, das schlicht und einfach nur „Dire Straits“ hieß, wurde auf Anhieb ein Top Ten Erfolg in Deutschland, danach in den USA und erst später in Großbritannien, das zweite Album „Communique“ erreichte in Deutschland sogar Platz 1. Auf diesen beiden ersten Dire Staits-Alben spielt David Knopfler die Rhythmusgitarre. 1980 verließ er die Band, angeblich weil er nicht länger im Schatten seines Bruders stehen wollte und weil es ihm nicht gefiel, in einer Band zu spielen, die die Größenordnung der Dire Straits erreicht hatte. Er wollte lieber in der Atmosphäre kleinerer Clubs spielen und dem ist er bis heute treu geblieben. Am 20.04. spielte er im Colos-Saal in Aschaffenburg, dazu gleich mehr.

When We Kiss (wurde gespielt)

1983 erschien David Knopflers erstes Soloalbum und zwar unter der Mitwirkung von zwei Dire Straits Mitstreitern, nämlich Davids Bruder Mark und John Illsley. Während das erste Album „Release“ und die Single „Soul Kissing“ noch recht erfolgreich waren, erhielt das zweite Album aufgrund des übermäßigen Einsatzes von Synthesizern schlechte Kritiken. Das dritte Album hat David dann selbst produziert und lies es wieder melodischer und balladenlastiger klingen. Neben weiteren Studioalben folgte auch einige Filmmusik, unter anderem für zwei Tatorte und die Serie „der große Bellheim“. Im letzten Jahr hat David Knopfler sein mittlerweile 10. Studioalbum veröffentlicht. Es wurde von Tony Carey produziert und trägt den Titel „Songs For The Siren“ und die Verwandtschaft zu den Dire Straits ist noch immer nicht zu überhören. Nicht nur musikalisch sondern auch die Ähnlichkeit die David und Mark Knopfler stimmlich besitzen ist natürlich auffallend. Obwohl kommerziell nicht so erfolgreich wie sein Bruder, besitzt David unverkennbar ein Gespür für verträumte Melodien und teilweise poetische Lyrik Immer wieder herhalten müssen in seinen Texten Vergleiche zu Gestalten aus Sage und Mythos oder Religion. Am vorletzten Freitag hat er das aktuelle Album in Aschaffenburg vorgestellt, übermäßig viele Stücke aus „Songs For The Siren“ waren allerdings nicht dabei, David spielte auch eine ganze Menge aus seinen älteren Alben. Und so hat er auch meinen Favoriten aus den aktuellen Album ausgespart, nämlich „Fire Down Below“. Und auch mein Lieblingsstück, das von meiner ersten David-Knopfler-LP stammt, nämlich „To Feel That Way Again“ aus dem Jahr 1987, gab es an diesem Abend nicht. Immerhin hatte ich Gelegenheit, mich gleich mal darüber zu beschweren, am Ende des Abends gab David nämlich brav Autogramme und bei der Gelegenheit habe ich ihm gesagt, dass es schade war, dass er meine Lieblingsstücke nicht gespielt hat, natürlich nicht ohne das Konzert insgesamt zu loben, was ich auch mit bestem Gewissen tun konnte. Ob David Knopfler bei seinem nächsten Konzert im Rhein-Main-Gebiet diese beiden Songs deshalb nachreicht, wage ich mal zu bezweifeln, aber, langer Rede kurzer Sinn, Ihr sollt meine beiden Lieblingsstücke natürlich hören, hier kommen „Fire Down Below“. und  „To Feel That Way Again“

Fire Down Below (wurde gespielt)
To Feel That Way Again (wurde gespielt)

Am vorletzten Freitag spielte David Knopfler, Gründungsmitglied der Dire Straits und der jüngere Bruder von Mark Knopfler, im Colos-Saal in Aschaffenburg. Das Konzert eröffnete er mit zwei Akkustik-Gitarren-Versionen älterer Songs, erst zum dritten Stück stand die komplette dreiköpfige Band auf der Bühne. David Knopfler hat natürlich nicht nur gesungen, er spielte auch Akkustik-Gitarre, ab und zu zusammen mit der Mundharmonika und er setzte sich auch ans E-Piano. Das Konzert dauerte weniger als zwei Stunden und bot eine Mischung aus älteren und neueren David Knopfler-Songs und einem ganz neuen Stück, dass er bisher noch gar nicht aufgenommen hat. Zwei Coversongs gab´s auch, vor der Zugabe spielte er Springsteens „Tougher Than The Rest“ und zwar in seinem ganz eigenen David-Knopfler- Stil. Ich habe ne Weile gebraucht, bis es bei mir überhaupt geklingelt hat und ich wusste, wo ich das Stück hinstecken muss. Aber das war natürlich Klasse, denn ein Cover, das aus einem Titel etwas völlig neues macht ist, so finde ich jedenfalls, erheblich besser als ein möglichst originalgetreu nachgesungenes.

David Knopfler erzählte dem Publikum im Colos-Saal nicht allzuviel, macht einige Bemerkungen über die Brille und das Alter und bei der Zugabe verriet er uns, dass er früher mal in einer bekannten Band gespielt habe, die hießen die „Dinosaurs“.

Sehr sympathisch fand ich übrigens, dass David Knopfler offenbar ziemliche Orientierungsschwierigkeiten hat, denn er wollte seinem Publikum partout nicht glauben auf welcher Seite eigentlich der Ausgang des eigentlich doch ausgesprochen übersichtlichen Colos-Saals liegt.

Drowning Pool (wurde gespielt)